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ZUSAMMENFASSUNG UND GLOSSAR

Zusammenfassung

Schrittmotoren werden seit vielen Jahren in einer großen Reihe von Applikationen eingesetzt.
Aufgrund der Trends hin zu Miniaturisierung, Computersteuerung und Kostenreduzierung werden „Can-Stack”-Schrittmotoren in einer wachsenden Anzahl von Applikationen eingesetzt. So hat in den letzten Jahren insbesondere der Einsatz von Linearaktuatoren schnell zugenommen. Diese präzisen, verlässlichen Motoren sind in vielen Applikationen der Medizin- und Analysetechnik, Optik, Ventiltechnik, Halbleiterindustrie, Automatisierungstechnik, Entertainment usw. anzutreffen.
Durch das Einsparen verschiedener Komponenten werden Kosten im Bereich Beschaffung, Lagerhaltung und Montage eingespart. Die Applikationen für diese Motoren sind so unbegrenzt wie die Phantasie der Designer.

 

Terminologie

Arretierungs- oder Rastmoment:
Das Drehmoment, das erforderlich ist, um die Ausgangswelle des Motors zu drehen, ohne dass die Wicklungen unter Strom stehen.

Endstufe / Treiber / Drive:
Ein Begriff für die externen elektrischen Komponenten für den Betrieb eines Schrittmotorsystems. In der Regel bezieht er sich lediglich auf das Leistungsteil.

Dynamisches Drehmoment:
Das bei einer bestimmten Schrittrate von dem Motor erzeugte Drehmoment.

Haltemoment:
Das Drehmoment, das benötigt wird, um die Ausgangswelle des Motors zu drehen, während die Wicklungen mit einem kontinuierlichen Gleichstrom versorgt werden.

Trägheit:
Das Maß für den Widerstand eines Körpers gegen Be- oder Entschleunigung.
Typischerweise verwendet in Bezug auf die Trägheit der Last (Lastträgheitsmoment), oder die Trägheit des Rotors (Rotorträgheitsmoment).

Linearschrittweite:
Die lineare Auflösungsbewegung, die von der Gewindespindel bei jedem Schritt des Rotors erzeugt wird.

Maximaler Temperaturanstieg:
Temperaturanstieg der Motorwicklung bei Nennstom und 100% Einschaltdauer. In Summe mit der Umgebungstemperatur darf die maximal zulässige Wicklungstemperatur (130°C bei Standardwicklung) nicht überschritten werden.

 Einschaltmoment:
. Moment bei Motorstart ohne Schrittverlußt bei definierter Schrittfrequenz und Nennstrom.

 Betriebsmoment:
Das Moment, das ein Motor bei Betriebsgeschwindigkeit ohne Schrittverlust aufbringt  Es gewöhnlich erheblich größer als das Einschaltmoment.

Pulsrate:
Die Anzahl von Impulsen pro Sekunde (pps / Hz), die an die Wicklungen eines Motors angelegt werden. Die Pulsrate entspricht der Motorschrittrate.

Impulse pro Sekunde (PPS):
Die Anzahl von Schritten, die ein Motor in einer Sekunde durchführt (manchmal auch genannt „Schritte pro Sekunde”). Dieser Wert richtet sich nach der Frequenz der vom Motorantrieb erzeugten Impulse.

Rampenfunktion:
Eine Ansteuerungstechnik, um eine bestimmte Last von einer niedrigen Schrittrate auf eine maximale Schrittrate zu beschleunigen und anschließend auf die ursprüngliche Schrittrate zu verlangsamen, und zwar ohne Schrittverlust.

Reaktionszeit:
Die Zeit, die ein Motor benötigt, um einen vollständigen Schritt durchzuführen.

Schritt:
Die Winkelrotation, die von dem Rotor erzeugt wird, wenn der Motor einen Impuls erhält. Bei Linearaktuatoren entspricht ein Schritt einer bestimmten linearen Entfernung.

Schrittwinkel:
Die  Bewegung des Rotors, die von jedem Schritt erzeugt und in Grad gemessen wird.

Schritte pro Umdrehung:
Gesamtanzahl von Schritten, die für eine 360°-Rotation des Rotors notwendig sind.

Verhältnis von Drehmoment undTrägheit:
Haltemoment geteilt durch Rotorträgheit.